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Veröffentlicht von hwk in hwk-press.en-a.de · 10 Januar 2020
Tags: Unfall
Tödlicher Unfall durch 86 jährigen Pkw-Führer
Und wieder ereignete sich ein Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang. Ein 86-jähriger Autofahrer wollte zusammen mit seiner 81-jährigen Ehefrau aus Dreieich kommend die Anschlußstelle zur Autobahn A661 in Richtung Egelsbach befahren. Hierzu bog der ältere Mann nach links in Richtung Autobahnauffahrt ab.
Der entgegen kommende 54 Jahre alter Fahrer in seinem  Mercedes-Sprinter hatte keine Chance, den Aufprall zu vermeiden. Er wurde wie der 86-jährige Fahrer schwer verletzt und in umliegenden Krankenhäuser verbracht. Die Ehefrau des Unfallverursachers verstarb noch an der Unfallstelle. Die Staatsanwaltschaft ordnete die Sicherstellung beider Fahrzeuge an. Zur Unfallermittlung bestellte die Behörde einen Gutachter.
Offensichtlich war die klassische Mißachtung der Vorfahrt ursächlich für diesen tragischen Unfall.   
 
Unfallursachen
  
Immer wieder und leider immer öfter berichten Polizeidienststellen in ihren Pressemeldungen von  tödlichen Unfällen, an denen ältere Verkehrsteilnehmer ursächlich sind. Der Anteil von immer älteren Menschen an der mobilen Gesellschaft wird immer deutlicher sichtbar.
Und ein Problem der Justitia wird ebenfalls immer größer. In den 1960-80 Jahren sorgten an Wochenenden zumeist junge Fahranfänger, die nach Kirmes- oder Diskothekenbesuchen, meist alkoholisiert und Testosteron gesteuert, für tödliche Unfälle und verzweifelte Eltern. Die Schuldfähigkeit stand in aller Regel bei den Beschuldigten außer Frage. Die Einsicht der Verfehlung vor dem Richter war zumeist erkennbar.

Justitia

Auf welcher gesetzlichen Grundlage will aber das Gericht zu einem Urteil kommen, wenn bei den beschuldigten älteren Menschen aufgrund eingeschränkten Sehvermögens, fortschreitender Taubheit, geistiger Überforderung oder Alterskrankheit keinerlei Einsicht ihres Tuns erkennbar ist?
Ab dem 50. Lebensjahr haben sich Kapitäne der Landstraße alle 5 Jahre einer Prüfung zur Verlängerung des Führerscheins zu unterziehen.
Pkw-Fahrer könnten jedoch theoretisch mit ihren vor 60 Jahren erlangten und damit letztmalig geprüften Fahrerlaubnissen auch noch im gesegneten Alter von 100 Jahren mit Tempo 200 km/h über die Autobahn rasen.
Der immer größer werdende Anteil von lautlosen Elektroautos, E-Bikes und E-Roller werden die  Häufigkeit tödlicher Unfälle in Zukunft weiter erhöhen.

Die Politk

Der Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat zu dieser Problematik eine andere Meinung. Er lehnt verpflichtende Tests für ältere Autofahrer ab. "Einen Verkehrstest für Senioren wird es mit mir nicht geben". (Quelle: dpa v.06.02.2019)


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